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	<title>Daniel Niemann &#8211; Beeple</title>
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	<description>das Brettspiel-Blogger-Netzwerk</description>
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		<title>LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Noch eine Runde?</title>
		<link>https://www.beeple.de/letztens-die-beeple-kolumne-noch-eine-runde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Niemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 06:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beeple Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[„Noch eine Runde?“ Du kennst das: Der Spieleabend neigt sich dem Ende. Die Partie hat uns lange an den Tisch gefesselt, wir haben miteinander gerungen, gelacht, gelitten, gebangt und uns gefreut. Wir räumen die letzten Materialien in die Schachtel zurück und fragen uns: „Spielen wir noch was oder geht‘s ab ins Bett?“  So enden die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_21461" style="width: 160px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21461" class="wp-image-21461 size-thumbnail" src="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/07/Frederik_rund-150x150.jpg" alt="Frederik Malsy" width="150" height="150" srcset="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/07/Frederik_rund-150x150.jpg 150w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/07/Frederik_rund-300x300.jpg 300w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/07/Frederik_rund-1024x1024.jpg 1024w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/07/Frederik_rund-768x768.jpg 768w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/07/Frederik_rund.jpg 1164w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-21461" class="wp-caption-text">Frederik Malsy</p></div>
<p><b>„Noch eine Runde?“</b></p>
<p>Du kennst das: Der Spieleabend neigt sich dem Ende. Die Partie hat uns lange an den Tisch gefesselt, wir haben miteinander gerungen, gelacht, gelitten, gebangt und uns gefreut. Wir räumen die letzten Materialien in die Schachtel zurück und fragen uns: „Spielen wir noch was oder geht‘s ab ins Bett?“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So enden die meisten Spieleabende: Wir räumen auf, quatschen noch ein bisschen, leeren die Gläser und verabschieden uns. Und das tun wir in der Gewissheit, dass wir uns wiedersehen. Mit anderen Spielen, neuen Konzepten, frischen Ideen, an anderer Stelle, vielleicht auch mit neuen Menschen. Aber wir sehen uns auf jeden Fall wieder. Und bis dahin bleiben schöne Erinnerungen an eine gemeinsame Zeit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So geht es auch uns gerade im Beeple-Netzwerk. Viele neue Menschen sind an unseren Tisch der Medienschaffenden dazugekommen. Einige sind nicht mehr Mitglied bei Beeple – geblieben sind sie dennoch als Freund:innen und Kolleg:innen. Und wie das so ist, wenn sich die Konstellationen ändern, hinterfragen wir ein paar Dinge, die wir als schöne Traditionen liebgewonnen haben. Wahrscheinlich wünschen wir uns alle dieses eine Brettspiel: Jenes, dessen Regelheft irgendwo den Satz versteckt: „<i>Sollte dir die Ressource Zeit ausgehen, ersetze sie einfach durch eine beliebige andere Ressource.“</i></p>
<p>Leider hat dieses Spiel bisher noch niemand entwickelt.</p>
<p>Wie das eben so ist, wenn sich eine Spielerunde verändert: Neue Menschen kommen dazu, andere gehen ihren Weg weiter. Und irgendwann sitzt man in der Runde und fragt sich: Was macht uns eigentlich aus? Was wollen wir eigentlich miteinander spielen? Und worauf möchten wir unsere begrenzte Zeit verwenden?</p>
<p>Viele von euch begleiten diese Kolumne schon seit Jahren und lesen sie gerne. Und auch intern ist es ein Format, das uns sehr ans Herz gewachsen ist. Dennoch fällt es uns zunehmend schwerer, diese Kolumne monatlich in einer guten Qualität zu liefern und unserem Anspruch daran gerecht zu werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und deswegen haben wir uns entschieden, bei einigen Formaten, die regelmäßig viel Abstimmung und Zeit kosten, erst einmal ein wenig auf die Bremse zu treten. Das ist somit die (vorerst) letzte Kolumne aus dem Beeple-Netzwerk.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Natürlich fällt uns diese Entscheidung nicht leicht. Schließlich sind hier über die Jahre viele Texte entstanden, auf die wir stolz sind. Gleichzeitig eröffnet sie uns Freiräume für frische Ideen, andere Projekte und neue Formen des Austauschs – wir freuen uns auf alles, was kommt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Diese Kolumne war für uns immer mehr als nur ein fester Veröffentlichungstermin. Sie war ein Ort für Gedanken, Skurriles, Diskussionen und manchmal einfach sehr persönliche Blicke auf unser gemeinsames Hobby.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich möchte mich im Namen des gesamten Beeple-Netzwerks ganz herzlich bei allen bedanken, die diese Kolumne (und so vieles mehr) möglich gemacht haben – bei allen Autor:innen, Lektor:innen, Redakteur:innen, Organisator:innen und den Menschen im Hintergrund, die dafür gesorgt haben, dass all diese Texte überhaupt ihren Weg zu euch gefunden haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ohne euch gäbe es keinen einzigen dieser Texte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber ich bin sicher: Auch in Zukunft werden wir als Netzwerk nicht nur in unseren eigenen Medien sondern auch hier den einen oder anderen Text verfassen und uns kolumnistisch mit der Brettspielwelt beschäftigen. Nur eben nicht mehr verlässlich zum 30. des Monats. Sondern dann, wenn wir wirklich etwas zu sagen haben.</p>
<p>Also räumen wir auf. Quatschen noch ein bisschen. Leeren die Gläser. Und sagen „Auf bald!“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Noch eine Runde?“</p>
<p>Nicht heute.<span class="Apple-converted-space"> </span>Nicht so regelmäßig. Aber ganz bestimmt wieder.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Frederik Malsy, <a href="https://www.boardcast-brettspielpodcast.de" target="_blank" rel="noopener">Der Boardcast</a><br />
Das Beeple-Netzwerk</em></p>
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			</item>
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		<title>LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Das unterschätzte Genre</title>
		<link>https://www.beeple.de/letztens-die-beeple-kolumne-das-unterschaetzte-genre/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Niemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 06:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[„Das ist doch ein Kinderspiel!“ Wir alle kennen dieses Sprichwort. Wir benutzen es, wenn etwas besonders einfach erscheint. Wenn eine Aufgabe keine Herausforderung darstellt. Wenn wir ausdrücken wollen, dass etwas kaum der Rede wert ist. Was im Sprichwort beginnt, spiegelt sich auch in der Brettspielszene wider, denn kaum ein anderes Genre wird so selbstverständlich ignoriert&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>„Das ist doch ein Kinderspiel!“</h2>
<div id="attachment_21462" style="width: 160px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21462" class="wp-image-21462 size-thumbnail" src="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/07/Alexandra_K_rund-150x150.jpg" alt="Alexandra Kemmerer" width="150" height="150" srcset="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/07/Alexandra_K_rund-150x150.jpg 150w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/07/Alexandra_K_rund-300x300.jpg 300w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/07/Alexandra_K_rund.jpg 641w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-21462" class="wp-caption-text">Alex Kemmerer (Brettspielhamster)</p></div>
<p>Wir alle kennen dieses Sprichwort. Wir benutzen es, wenn etwas besonders einfach erscheint. Wenn eine Aufgabe keine Herausforderung darstellt. Wenn wir ausdrücken wollen, dass etwas kaum der Rede wert ist. Was im Sprichwort beginnt, spiegelt sich auch in der Brettspielszene wider, denn kaum ein anderes Genre wird so selbstverständlich ignoriert wie das Kinderspiel.<span id="more-23662"></span></p>
<p>Jedes Jahr diskutieren wir in Podcasts, Blogs und in sozialen Medien darüber, welche Spiele für das Spiel des Jahres nominiert werden sollten. Ähnlich große Aufmerksamkeit wird dem Blick in die Glaskugel für das Kennerspiel des Jahres zuteil. Das Kinderspiel des Jahres hingegen? An dieser Stelle denke man sich bitte vielsagendes Grillenzirpen. Kaum jemand orakelt für oder verfasst Reaktionen auf die Nominierungen für den blauen Pöppel. Wir betonen regelmäßig, wie wichtig Nachwuchs für unser Hobby ist, schenken aber dem Genre, das für Kinder den ersten Zugang zum besten Hobby der Welt schafft, vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit. Irgendetwas passt hier nicht zusammen.</p>
<p>Nun haben nicht alle Brettspieler*innen regelmäßig mit Kindern zu tun. Wer keine Kinder im Umfeld hat, wird seltener zu Kinderspielen greifen. Das ist weder überraschend noch problematisch. Auffällig ist allerdings, wie schnell aus dieser Distanz Desinteresse wird. Während wir andere Nischen unseres Hobbys problemlos als Szenethemen anerkennen – auch wenn wir sie selbst nie spielen –, werden Kinderspiele eher als Randerscheinung behandelt. Vielleicht liegt das daran, dass Kinderspiele als einfacher, belangloser oder weniger interessant als „richtige“ Spiele wahrgenommen werden. Ich wurde auch schon dafür kritisiert, Kinderspiele in einem Familienpodcast besprochen zu haben. Das sei doch nicht interessant. Aha.</p>
<p>Ich will ja gar nicht leugnen, dass ich früher auch an Spieleregalen mit Kinderspielen vorbeigegangen bin. Seit mein Sohn jedoch alt genug ist, um regelmäßig mit uns zu spielen, hat sich mein Blick auf das Genre verändert. Ich habe festgestellt, welche kreative Schaffenskraft hinter vielen Kinderspielen steckt. Ich habe die Bedeutung klug designten Materials für mich neu entdeckt und beobachte fasziniert, wie unterschiedlich verschiedene Altersstufen sich dasselbe Spiel erschließen. Das brachte mich zu der Frage, warum wir die Diskussionswürdigkeit eines Spiels so häufig mit seiner Komplexität verknüpfen.</p>
<p>Dabei erfreuen sich gerade Spiele mit niedrigschwelligen Regeln auch im Erwachsenenbereich oft großer Beliebtheit. <em>Flip 7</em> wurde 2025 für das Spiel des Jahres nominiert, monatelang diskutiert (zugegebenermaßen auch kritisch ob seiner geringen Komplexität) und landet weiterhin vielfach auf den Tischen vieler Brettspielabende. Gleichzeitig dürften viele von uns <em>Topp die Torte!,</em> den Kinderspiel-Gewinner desselben Jahres, weder gespielt noch genauer angeschaut haben – obwohl es spielerisch anspruchsvollere Entscheidungen verlangt.</p>
<p>Vielleicht verrät unser Umgang mit Kinderspielen am Ende weniger über die Spiele selbst als über die Brettspielszene. Wir verstehen uns gerne als offenes Hobby. Als Menschen, die neugierig auf neue Ideen, neue Mechanismen und neue Spielerlebnisse sind. Gleichzeitig ziehen wir erstaunlich schnell Grenzen zwischen Spielen, die wir für relevant halten, und solchen, die wir kaum eines Blickes würdigen. Dabei müssen gute Kinderspiele vieles von dem erfüllen, was wir sonst so schätzen: Sie müssen zugänglich sein, ohne banal zu werden. Sie müssen mit wenigen Regeln interessante Entscheidungen schaffen. Vor allem aber müssen sie Menschen mit wenig oder gar keiner Spielerfahrung zusammenbringen und gleichzeitig auch erfahrenen Spieler*innen Spaß machen.</p>
<p>Vielleicht ist das Grund genug, dem Kinderspiel zumindest dieselbe Neugier entgegenzubringen, die wir anderen Bereichen unseres Hobbys selbstverständlich schenken. Und vielleicht sollten wir beim nächsten Mal, wenn wir sagen: „Das ist doch ein Kinderspiel“, kurz darüber nachdenken, ob das nicht eigentlich ein Kompliment ist.</p>
<p style="text-align: right;"><em>– Alexandra Kemmerer, Spielkulturerbe und <a href="http://www.brettspielhamster.de" target="_blank" rel="noopener">www.brettspielhamster.de</a></em></p>
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		<title>LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Lorcana Booster &#038; Community</title>
		<link>https://www.beeple.de/letztens-die-beeple-kolumne-lorcana-booster-community/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Niemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 06:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beeple Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Letztens wurde ich dafür kritisiert, dass ich als Medienschaffende auf meinen Kanälen über das Trading Card Game (TCG) Disney Lorcana aus dem Hause Ravensburger berichte. Es war eine grundsätzliche Kritik an Trading Card Games, bei denen man viel Geld für Booster ausgeben kann, um trotzdem nicht die gewünschten Karten zu bekommen. Auch ich habe erst&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16041" style="width: 160px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-16041" class="wp-image-16041 size-thumbnail" src="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2021/03/Sonja_Profil_600px-150x150.jpg" alt="Sonja - Brettspielpoesie" width="150" height="150" srcset="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2021/03/Sonja_Profil_600px-150x150.jpg 150w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2021/03/Sonja_Profil_600px-300x300.jpg 300w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2021/03/Sonja_Profil_600px.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-16041" class="wp-caption-text">Sonja Domke</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Letztens </span><span style="font-weight: 400;">wurde ich dafür kritisiert, dass ich als Medienschaffende auf meinen Kanälen über das Trading Card Game (TCG) <em>Disney Lorcana</em> aus dem Hause Ravensburger berichte. Es war eine grundsätzliche Kritik an Trading Card Games, bei denen man viel Geld für Booster ausgeben kann, um trotzdem nicht die gewünschten Karten zu bekommen. Auch ich habe erst später eingesehen, dass es oft günstiger ist, bestimmte Karten auf dem Zweitmarkt direkt zu kaufen, als darauf zu hoffen, dass man sie zufällig zieht. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Booster mit zufälligen Karten zu öffnen ist einerseits spannend, weil man immer hofft, dass besonders seltene Karten enthalten sein könnten. Andererseits kostet jeder Booster Geld, und so kann es auch schnell problematisch werden, wenn man immer wieder Booster kauft, weil man immer denkt, im nächsten muss doch mal was Ordentliches dabei sein, obwohl man das Geld eigentlich anders investieren müsste. Besonders jüngere Personen kann dies in eine Sucht und letztendlich in finanzielle Probleme treiben. Das war damals der Grundsatz der Kritik.</span></p>
<h4>Lebhafte Community</h4>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch ich habe es auch anders erlebt. In Braunschweig ist eine Community entstanden, die sich wöchentlich trifft, um sich in diesem Kartenspiel zu duellieren. Und dabei trifft man auf ganz unterschiedliche Personen, mit denen ich sonst vermutlich nur wenige Berührungspunkte hätte. Der verbindende Punkt ist häufig die Liebe zu Disney-Filmen, manches Mal aber auch einfach nur der Spaß am Duell-Kartenspiel. Dabei sind Schüler, Studenten, aber auch erwachsene Personen, die mitten im Leben stehen und teilweise eigene Kinder haben. Und diese Kinder werden durch <em>Lorcana</em> auf jeden Fall vom digitalen Medien weggelockt. Auch wenn sie meist etwas auf die elterliche (finanzielle) Unterstützung angewiesen sind, wenn es darum geht, konkurrenzfähige Decks zusammenzustellen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Allerdings muss auch mit solchen Decks das Spielen gelernt sein. Und wer immer wieder, auch mit ganz unterschiedlichen Decks, erfolgreich ist, der beweist, dass er das Spiel verstanden hat und gut spielen kann. Sowie Lewin, der es vor zwei Wochen in Leipzig beim <em>Lorcana Challenge Championship Qualifier</em> am ersten Tag auf Platz 1 geschafft hat und somit den zweiten Tag im Livestream beginnen durfte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich selbst bin beim Deckbau und auch beim Spielen längst nicht so erfolgreich. Alle Decks, die ich mir ganz alleine zusammengebaut habe, haben nicht gut funktioniert. Deswegen bin ich dazu übergegangen mich von anderen, erfolgreichen Decks inspirieren zu lassen, auch wenn ich diese immer noch anpasse. Denn einfach nur Decks nachzubauen, fühlt sich für mich nicht richtig an. Als Brettspielerin bin ich es gewohnt, Spielmechanismen zu erlernen und eigene Strategien zu entwickeln. Dies gelingt mir bei <em>Lorcana</em> aus zwei Gründen nicht so gut: Erstens weil die guten Karten mir häufig viel zu teuer sind, zweitens weil ich eben nicht nur <em>Lorcana</em> spiele, sondern auch viele andere Spiele und regelmäßig neue Regeln lerne. Während andere sich tagtäglich mit <em>Lorcana,</em> aktuellen Meta-Decks, Spielstrategien und allem drumherum beschäftigen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch wenn ich nicht immer erfolgreich dabei bin, mag ich die Treffs, um mich mit anderen auszutauschen. Ich erlebe gerne, welche Decks die anderen spielen und mir gefällt, wie man sich gegenseitig wertschätzt und Spielzüge der anderen lobt oder gemeinsam Ideen zur Optimierung von Decks ausarbeitet. Erfahrungen, die ich ohne <em>Disney Lorcana</em> wohl nie gemacht hätte.</span></p>
<p style="text-align: right;"><em>– Sonja Domke, <a href="https://brettspielpoesie.de" target="_blank" rel="noopener">www.brettspielpoesie.de</a></em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Frühjahrsputz</title>
		<link>https://www.beeple.de/letztens-die-beeple-kolumne-fruehjahrsputz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Niemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 06:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beeple Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist mal wieder über mich gekommen. Auf meinem Brettspielwochenende Ende Februar habe ich zum zweiten Mal Thunder Road Vendetta gespielt und bin danach schwach geworden. Eigentlich wollte ich auch Magical Athlete direkt mit ordern, aber das ist derzeit ausverkauft. Ist aber wohl auch besser so, denn bereits für ersteres musste das Regal etwas umgeräumt&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_22130" style="width: 160px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22130" class="wp-image-22130 size-thumbnail" src="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/12/Dominik-Zoellner_rund-150x150.jpg" alt="Dominik Zöllner" width="150" height="150" srcset="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/12/Dominik-Zoellner_rund-150x150.jpg 150w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/12/Dominik-Zoellner_rund-300x300.jpg 300w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/12/Dominik-Zoellner_rund.jpg 359w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-22130" class="wp-caption-text">Dominik Zöllner</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Es ist mal wieder über mich gekommen. Auf meinem Brettspielwochenende Ende Februar habe ich zum zweiten Mal <em>Thunder Road Vendetta</em> gespielt und bin danach schwach geworden. Eigentlich wollte ich auch <em>Magical Athlete</em> direkt mit ordern, aber das ist derzeit ausverkauft. Ist aber wohl auch besser so, denn bereits für ersteres musste das Regal etwas umgeräumt werden, damit es passt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und damit sind wir bei dem, was ich überhaupt meine: die Trennungssehnsucht. Während mir der Erwerb neuer Spiele durchaus Spaß macht, ist das beim Verkaufen genauso. Ein bis zweimal im Jahr überkommt es mich, und ich möchte Spiele loswerden. Denn ohne gibt es bei mir keine neuen. Wenn das Regal voll ist, ist kein Platz für neues. Bisher konnte ich das Konzept gut einhalten. Gleichzeitig ist mit jedem verkauften Titel auch ein kleines Befreiungsgefühl gekommen. Wie oft stehe ich vor dem Regal und denke mir, so viel, was mal wieder gespielt werden könnte und trotzdem wird es wieder das, was vor kurzem noch gespielt wurde. Zieht es aus, fühlt es sich gut an. Es bekommt woanders die Chance gespielt zu werden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber diesmal ist etwas anders. Durch den öffentlichen Spieletreff, den ich inzwischen organisiere, denke ich anders darüber nach, was ich mit den Spielen mache. Manche übergebe ich in die dortige Sammlung, wenn ich sie hierfür geeignet halte. Andere, besonders kleinere, lege ich an die Seite. Diese sollen im Rahmen eines Events verlost werden. Während es mich sonst freute, dass ich für die Spiele wen gefunden habe, konnte ich letztes Jahr erstmals erleben, wie sehr sich andere über kleine Gewinne gefreut haben. Das gibt mir noch mehr, und da verzichte ich auch gerne auf die paar Euro, die ich für solch ein Spiel erhalten könnte. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und noch etwas ist anders. Zum einen überlege ich erstmals zwei „Big Boxen“ zu verkaufen, obwohl ich die Spiele grandios finde. Aber sie werden überhaupt nicht mehr gespielt. Zum anderen habe ich ernsthaft überlegt, ein paar der Lacerdas zu veräußern. Dabei gilt hier das gleiche – und gleichzeitig finde ich meine fast vollständige Sammlung schön. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es ist auch gar nicht so, dass der Platz direkt wieder schnell gefüllt wird. Oftmals dauert es einige Monate, bis das Regal sich seiner Kapazitätsgrenze nähert. Bis dahin genieße ich das Gefühl, hier und dort ein paar Lücken zu haben. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie ich damit nun genau umgehe weiß ich nicht. Es ist wohl wie beim Frühjahrsputz im Haus. Zieht der eine Karton, der seit Jahren nur mit „brauchen wir bestimmt noch mal“ doch endlich aus? Bisher habe ich noch kein Spiel vermisst, das die Sammlung verlassen hat. Ich bin jedenfalls gespannt, wie Zukunfts-Dominik das lösen wird. </span></p>
<p style="text-align: right;"><em>– Dominik Zöllner, <a href="http://www.brettspielgalaxie.de" target="_blank" rel="noopener">www.brettspielgalaxie.de</a></em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>LETZTENS … die Beeple Kolumne: Area Controlfaktor</title>
		<link>https://www.beeple.de/letztens-die-beeple-kolumne-area-controlfaktor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Niemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 07:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beeple Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt diesen Moment auf jeder Spieleveranstaltung. Niemand spricht darüber. Das ändert sich jetzt. Er schleicht sich an. Man sitzt am Tisch, die eigenen Karten fest im Blick, versucht gerade, eine elegante Zugkombination auszutüfteln, als sich etwas in die Wahrnehmung schiebt. Ganz vorsichtig. Fast höflich. Zunächst ist man sich unsicher. Vielleicht Einbildung. Vielleicht ein offenes&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt diesen Moment auf jeder Spieleveranstaltung. Niemand spricht darüber. Das ändert sich jetzt.</p>
<p>Er schleicht sich an. Man sitzt am Tisch, die eigenen Karten fest im Blick, versucht gerade, eine elegante Zugkombination auszutüfteln, als sich etwas in die Wahrnehmung schiebt. Ganz vorsichtig. Fast höflich. Zunächst ist man sich unsicher. Vielleicht Einbildung. Vielleicht ein offenes Fenster, durch das ein olfaktorisch ambitionierter Windstoß hereingeweht wurde. Vielleicht ein bedauerlicher Einzelfall, wie ein falsch bedruckter Spielplan oder ein Würfel mit kreativer Auffassung von Wahrscheinlichkeit. Doch dann bleibt er. Der Moment, der alles verändert, der die ganze Spielerfahrung auf den Kopf stellt. Der uns deutlich an der Nase herumführt.</p>
<p>Zunächst bin ich mir nicht sicher. Ich denke: Das bilde ich mir nur ein. Dann denke ich: Vielleicht kommt es von Draußen. Dann: Hoffentlich kommt es von Draußen. Doch eigentlich weiß ich längst: Das hier ist kein Zufall. Das ist Teil der Erfahrung.</p>
<p>Ich erinnere mich lebhaft an meine erste Messe in Essen. Stundenlang war ich durch die Hallen gewandert, hatte Neuheiten bestaunt, an Tischen gesessen, Regeln gehört, wieder vergessen und so getan, als hätte ich sie verstanden. Es war warm, es war voll, und die Luft hatte eine gewisse … <em>Präsenz.</em> Nicht unangenehm im eigentlichen Sinne. Nur sehr bestimmt. Als hätte sie beschlossen, ebenfalls mitzuspielen.</p>
<p>Es ist erstaunlich, wie wenig darüber gesprochen wird. Wir analysieren Mechaniken bis ins kleinste Detail. Wir diskutieren Balancing-Probleme, kritisieren Symboliken, debattieren über die optimale Spielerzahl. Aber die atmosphärischen Begleiterscheinungen unserer Zusammenkünfte akzeptieren wir mit einer stoischen Gelassenheit, die bewundernswert ist. Wenn Hunderte und Tausende von Menschen zusammenkommen, vereint durch ihre Leidenschaft für Pappe und Holz, konzentriert in stickigen Hallen mit begrenzter Frischluftzufuhr, entsteht eine kooperative Erfahrung, bei der wir gemeinsam gegen den Sauerstoff spielen.</p>
<p>Und dann gibt es Mitspielende, die sich an den Tisch setzen und eine große olfaktorische Präsenz einnehmen. Air Control als Area Control. Ich rieche: Dieses Gebiet ist besetzt, die Mehrheiten sind eindeutig verteilt. Und Gerüche, die fast schon die philosophische Frage aufwerfen: Was bin ich bereit, am Spieltisch zu akzeptieren? Wie weit gehe ich und ab wann gebe ich mich geschlagen?</p>
<h3>Gemeinsam gegen den Sauerstoff</h3>
<p>Vielleicht liegt es daran, dass Brettspiele ein Hobby des Geistes sind. Wir verwalten Ressourcen, optimieren Motoren und planen Züge fünf Runden im Voraus. Unser Gehirn arbeitet auf Hochtouren, während der Rest von uns in einer Art Standby-Modus verharrt. Da Körper, Geist und Seele optimal im Einklang funktionieren, wissen wir: Wenn der Geist auf Hochtouren läuft und wir wertvolle Zeit mit anderen Menschen verbringen, geht die Seele auf. Und was die Seele wärmt, wärmt auch den Körper.</p>
<p>Hinzu kommt die bemerkenswerte Sitzdauer unseres Hobbys. Während Arbeiter unermüdlich über Spielpläne wandern, bleiben ihre Besitzer erstaunlich unbeweglich. Stunden vergehen, ohne dass jemand aufsteht. Die einzige Bewegung besteht darin, nach Snacks zu greifen oder resigniert die Hände vors Gesicht zu schlagen, nachdem jemand anderes genau den Zug gemacht hat, den man selbst geplant hatte.</p>
<p>Das Erstaunliche ist jedoch, wie schnell man sich daran gewöhnt. Nach einer Weile registriert man es kaum noch. Das Gehirn passt sich an. Es erklärt den Mief zur neuen Normalität. Was zunächst irritierend war, wird Teil der Immersion. Eine unsichtbare Erweiterung, die automatisch mitgeliefert wird. Spätestens, wenn meine Partnerin an langen Spieltagen in unserem Esszimmer kurz vorbeikommt, um der Runde „Hallo“ zusagen, zunächst aber liebevoll naserümpfend das Fenster aufreißt „um mal kurz Luft reinzulassen“, realisiere ich, dass auch ich kein körperloses Wesen bin.</p>
<p>In vielen Dingen sind wir Spieler:innen außerordentlich sorgfältig. Wir schützen unsere Karten mit Sleeves, als wären sie zerbrechliche Artefakte. Wir investieren in Inserts, um Ordnung zu schaffen. Wir lagern Spiele bei optimalen Bedingungen, fern von Feuchtigkeit und direkter Sonneneinstrahlung. Wir kümmern uns leidenschaftlich um unsere Sammlungen. Wie schön wäre es, wenn wir uns die gleiche liebevolle Sorgfalt angedeihen lassen wie unseren Spielen.</p>
<p>Dabei ist die Erklärung einfach. Brettspiele sind immersive Erlebnisse. Sie ziehen uns hinein in andere Welten, andere Rollen, andere Probleme. Für ein paar Stunden sind wir nicht mehr Menschen, die an einem Tisch sitzen. Wir sind Architektinnen, Handelsfürsten, Raumfahrerinnen oder mittelalterliche Landbesitzer. Die physische Realität tritt in den Hintergrund.</p>
<p>Und vielleicht ist genau das ein Zeichen dafür, wie gut dieses Hobby funktioniert. Es lässt uns alles andere vergessen. Sogar uns selbst. Dennoch wäre es vielleicht keine schlechte Idee, eine kleine Regelergänzung vorzuschlagen. Keine komplexe Mechanik, keine tiefgreifende Systemänderung. Nur ein kurzer Hinweis im Aufbau:<br />
• Spiel vorbereiten.<br />
• Komponenten auslegen.<br />
• Und vielleicht kurz duschen. Oder Deo. Oder so.<br />
Nicht zwingend erforderlich. Aber definitiv eine Verbesserung der Spielerfahrung.</p>
<p style="text-align: right;"><em>– Frederik Malsy, <a href="https://www.boardcast-brettspielpodcast.de" target="_blank" rel="noopener">www.boardcast-brettspielpodcast.de</a></em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Spielregel-Fatigue</title>
		<link>https://www.beeple.de/letztens-die-beeple-kolumne-spielregel-fatigue/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Niemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beeple Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Spielregel-Fatigue: wie gehe ich damit als Rezensent um?  Letztens erst habe ich mir vorgenommen, endlich wieder mehr über Spiele zu schreiben, die ich gespielt habe. Die Videos und Podcasts von Cliquenabend nehmen einige Zeit in Anspruch, und zudem lassen sich Newsartikel über Neuheiten, Events oder Preisvergaben leichter und schneller schreiben als Rezensionen. Dennoch: der gute&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><b>Spielregel-Fatigue: wie gehe ich damit als Rezensent um? </b></h2>
<div id="attachment_16040" style="width: 160px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-16040" class="wp-image-16040 size-thumbnail" src="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2021/03/Mathias_Profil_600px-150x150.jpg" alt="Mathias - Cliquenabend" width="150" height="150" srcset="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2021/03/Mathias_Profil_600px-150x150.jpg 150w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2021/03/Mathias_Profil_600px-300x300.jpg 300w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2021/03/Mathias_Profil_600px.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-16040" class="wp-caption-text">Mathias Rekasch</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Letztens erst habe ich mir vorgenommen, endlich wieder mehr über Spiele zu schreiben, die ich gespielt habe. Die Videos und Podcasts von Cliquenabend nehmen einige Zeit in Anspruch, und zudem lassen sich Newsartikel über Neuheiten, Events oder Preisvergaben leichter und schneller schreiben als Rezensionen. Dennoch: der gute Vorsatz ist da. Und die Seite soll ja keine reinen News- und Messe-Video-Portal sein, sondern – wie in den Podcasts auch häufiger zu hören und auch in Videos mit Ersteindrücken zu sehen – von unseren Erlebnissen mit Spielen berichten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Schon seit dem letzten Herbst werde ich aber immer häufiger mit einem anderen „Problem“ konfrontiert, das ich als <em>Spielregel-Fatigue</em> bezeichnen würde. Vor allem in der Familie, aber auch im Bekanntenkreis hissen viele meiner Lieblings-Mitspielenden immer häufiger mal die weiße Fahne. Natürlich möchte ich als Rezensent Spiele auch häufig genug spielen, um mir eine fundierte Meinung bilden zu können. Dies natürlich auch mit unterschiedlichen Anzahlen an Spielenden und mit verschiedenen Personen. Allerdings kommen viele Spiele in einem Jahrgang heraus, und auch wenn ich mir die für mich interessanteren heraussuchen kann, sind dies für Außenstehende eine Unmenge an neuen Regeln, Komponenten und dergleichen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und so höre ich dann regelmäßig Sätze wie „Bitte keine neuen Spiele heute“, „Lass uns doch lieber wieder Spiel XYZ spielen, denn da kennen wir die Regeln“, „Was macht es denn anders als mein Lieblingsspiel?“ Denn wenn man bei Spielen wie Love Letter, Carcassone, 6 nimmt, Istanbul oder dergleichen bleibt, geht es schneller, da alle wissen, was sie zu tun haben. Da ist der Konter, dass man das neue Spiel doch in den kommenden Wochen auch regelmäßig spielen wird, meist nur ein schwacher Trost – wenn es dann beim ersten Mal nicht gefällt, ist die Akzeptanz noch unwahrscheinlicher. </span></p>
<h4><span style="font-weight: 400;">Die Zeit ist kostbar</span></h4>
<p><span style="font-weight: 400;">Und ich kann es auch ein wenig verstehen. Vor allem unter der Woche ist die Zeit abends kostbar und diese dann noch mit dem Erlernen neuer Regeln zu verbringen nicht immer eine Lieblingsbeschäftigung. Nun nehme ich das Erarbeiten dieser meinen Mitspielenden ja quasi jedes Mal ab, doch Zuhören und das Erklärte aufnehmen und umsetzen müssen sie ja dennoch jedes Mal. Und am Wochenende stehen Handballspiele des Sohnes an oder man will was lesen, schauen, muss einkaufen oder ist anderweitig unterwegs. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bleiben dann öffentliche Spieletreffs. Sind dort Vielspielende, kommen diese natürlich auch mit ihren eigenen Spielen, die sie viel zu selten spielen. Die Akzeptanz für neue Spiele ist da ungleich höher als im Familien- und Freundeskreis, doch wie regelmäßig bekomme ich da zeitnah die zu behandelnden Spiele auf den Tisch, wenn das Treffen nur einmal im Monat stattfindet? Und so viele verschiedene gibt es dann auch nicht. Nein, da wäre die Familie dann schon wichtig. Und oft gibt sie ja auch nach, da man mir eine Freude machen will – und grundsätzlich ist das Spielen miteinander ja auch schön &#8211; da man sich dabei unterhalten kann, man lacht, sich gegenseitig etwas ärgert, Erfolge feiert und Misserfolge belächelt. Doch wird es irgendwann komplett zu viel? Ich hoffe es nicht, doch man wird sehen … </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und mich wird bald wieder häufiger auf Cliquenabend zu Spielen lesen und nicht nur hören und sehen können – versprochen. Ich freue mich drauf und muss mir nur noch die Zeit nehmen zu schreiben, wenn ich nicht spiele.</span></p>
<p style="text-align: right;"><em>– Mathias Rekasch, <a href="http://www.cliquenabend.de" target="_blank" rel="noopener">www.cliquenabend.de</a></em></p>
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		<title>LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Ein Geschenk für Regelleser</title>
		<link>https://www.beeple.de/letztens-die-beeple-kolumne-ein-geschenk-fuer-regelleser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Niemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2025 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beeple Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Letztens war Weihnachten – falls ihr es nicht mitbekommen haben solltet. Passend zur Jahreszeit habe ich öfter ein kleines Kartenspiel namens Kado gespielt (eine Anlehnung an das französische cadeau = Geschenk; erschienen bei Strohmann Games). In diesem Spiel beschenken wir uns gegenseitig mehr oder weniger großzügig, um am Ende ein 4×3-Tableau möglichst punktreich auszulegen. Heute&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Letztens war Weihnachten – falls ihr es nicht mitbekommen haben solltet. Passend zur Jahreszeit habe ich öfter ein kleines Kartenspiel namens </span><i><span style="font-weight: 400;">Kado</span></i><span style="font-weight: 400;"> gespielt (eine Anlehnung an das französische </span><i><span style="font-weight: 400;">cadeau</span></i><span style="font-weight: 400;"> = Geschenk; erschienen bei Strohmann Games). In diesem Spiel beschenken wir uns gegenseitig mehr oder weniger großzügig, um am Ende ein 4×3-Tableau möglichst punktreich auszulegen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Heute soll es jedoch weniger um </span><i><span style="font-weight: 400;">Kado</span></i><span style="font-weight: 400;"> selbst gehen, sondern um einen Aspekt in der Anleitung, den ich als echtes Geschenk an die Lesenden empfunden habe. Denn genau dieses Detail vermisse ich in vielen Regelheften. Hier der entscheidende Auszug: </span><em>„Bevor ihr beginnt, lasst uns zuerst über die Wertung sprechen. Das hilft euch zu entscheiden, wo ihr welches Geschenk hinlegt.“</em></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dieser kleine Absatz gleich zu Beginn der Regel hat in mir innerlich ein Halleluja ausgelöst. Ich lese viele Spielregeln und erkläre seit Jahren ständig welche – und dabei habe ich zwei Dinge gelernt. Nein, eigentlich drei, aber um Nummer drei soll es uns heute nicht wirklich gehen:</span></p>
<ol>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1">Sag den Leuten gleich zu Beginn, was das Spielziel ist.</li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1">Wenn es um Siegpunkte geht, erkläre von Anfang an grob, wofür es Punkte gibt.</li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1">Sorge dafür, dass vor der Erklärung alle Becher gefüllt, alle Snackschüsseln bereitstehen und alle Blasen entleert sind, damit verdammt noch mal alle ein paar Minuten sitzen bleiben.</li>
</ol>
<p><span style="font-weight: 400;">Die ersten beiden Punkte schaffen sofort Transparenz: Die Spieler*innen wissen, warum die folgenden Aktionen und Regeln relevant sind. Ein Beispiel:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn ich jemandem </span><i><span style="font-weight: 400;">Cascadia</span></i><span style="font-weight: 400;"> (KOSMOS) erkläre, baue ich zuerst eine typische Endlandschaft aus Sechseckfeldern auf und lege die entsprechenden Tiermarker dazu. Dann sage ich: „So ungefähr sieht das aus, was ihr hier erschafft. Punkte gibt es für Tiere auf diese Weise und für Landschaften auf jene Weise.“ Erst </span><i><span style="font-weight: 400;">danach</span></i><span style="font-weight: 400;"> erkläre ich, wie man zu den Plättchen kommt, die Legeregeln und wie die Naturmarker funktionieren. So verstehen alle schon, warum bestimmte Plättchen oder Tiere überhaupt interessant sind.</span></p>
<h3>Schema F</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei einfachen Spielen funktioniert auch der klassische Ablauf – erst Aktionen, dann Wertung – noch halbwegs, weil man sich nicht so viel merken muss. Aber je komplexer ein Spiel wird, desto wichtiger ist es, dass man bereits während der oft umfangreichen Aktions- und Nebenaktions-Erklärungen eine Vorstellung davon hat, wozu das alles dient. Nehmen wir </span><i><span style="font-weight: 400;">Terra Mystica</span></i><span style="font-weight: 400;"> als Gegenbeispiel: Wenn man hier zu Beginn nicht erklärt, dass man sich mit Gebäuden ausbreitet, wofür es in den Rundenwertungen Punkte gibt und welche große Abschlusswertung am Ende steht, dann ist es nahezu Folter, sich erst durch die Erklärung der zig möglichen Aktionen kämpfen zu müssen, ohne eine Ahnung dafür zu haben, wozu das alles gut ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dieses Prinzip ist übrigens nichts Neues und nicht auf Brettspiele beschränkt. In vielen didaktischen Modellen wird empfohlen, Lernenden gleich am Anfang klarzumachen, welches Ziel oder Endprodukt angestrebt wird und wie es später bewertet wird.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Übertragen auf die „Brettspieldidaktik“ habe ich mit diesem Ansatz durchweg hervorragende Erfahrungen gemacht. Für mich ist es – mit ganz wenigen Ausnahmen – das Schema F beim Vermitteln neuer Spiele. Umso mehr wundert es mich, dass die meisten Spielanleitungen immer noch andersherum vorgehen: Das Spielziel wird zwar gerne schon am Anfang erklärt, vielleicht auch der Spielablauf – aber die Wertung landet dann doch wieder ganz am Ende des Heftes.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Kado</span></i><span style="font-weight: 400;"> zeigt, dass es besser geht. Und es funktioniert wunderbar!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn ich mir also etwas vom Weihnachtsmeeple wünschen darf: Bitte nächstes Jahr mehr solcher Anleitungen. Ich war auch ganz brav dieses Jahr. Ehrlich.</span></p>
<p style="text-align: right;"><em>– Fabian Ehrmantraut, <a href="https://www.bretterlatethannever.de" target="_blank" rel="noopener">Bretter Late Than Never</a></em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Von Spielzügen und Suppenkellen</title>
		<link>https://www.beeple.de/letztens-die-beeple-kolumne-von-spielzuegen-und-suppenkellen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Niemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2025 07:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beeple Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Spielzügen und Suppenkellen – wie man die Demokratie spielerisch schmackhaft macht. Ich fange diese Kolumne gleich mal mit einem unpopulären Downer an: Die Demokratie ist in Gefahr. Und das immer wieder. Denn Obacht: Demokratie ist keine Option, die einfach so da ist, keine natürliche Tatsache. Demokratie muss gelebt, gelehrt und gefördert sowie von den&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="font-weight: 400;">Von Spielzügen und Suppenkellen – wie man die Demokratie spielerisch schmackhaft macht.</span></h3>
<div id="attachment_22741" style="width: 160px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22741" class="wp-image-22741 size-thumbnail" src="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2025/07/JaiDie-rund-150x150.jpg" alt="Jan-Dirk Steffens" width="150" height="150" srcset="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2025/07/JaiDie-rund-150x150.jpg 150w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2025/07/JaiDie-rund-300x300.jpg 300w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2025/07/JaiDie-rund.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-22741" class="wp-caption-text">Jan-Dirk Steffens</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich fange diese Kolumne gleich mal mit einem unpopulären Downer an: Die Demokratie ist in Gefahr. Und das immer wieder. Denn Obacht: Demokratie ist keine Option, die einfach so da ist, keine natürliche Tatsache. Demokratie muss gelebt, gelehrt und gefördert sowie von den jeweiligen Generationen immer wieder neu errungen werden. In Haltung und Sprache. In öffentlichen Diskursen. Und schließlich auch am heimischen Spieltisch. Doch wie genau sollen uns die bunten Schachteln, bedruckte Pappe und Holzklötzchen helfen, die Ausgestaltung der Demokratie zu leben und zu üben? Hier sind einige Gedanken zum Gelingen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Spieltrieb. Ein Motor, der unsere Entwicklung zum Homo sapiens erst so richtig ermöglichte. Schon Huizinga setzte in seinem anthropologischen Erklärungsmodell das Spiel in das Zentrum des menschlichen Seins. Das ist nun sehr kurz gefasst, aber ausgehend von diesem Kerngedanken schauen wir uns mal an, wie unser liebstes Hobby die Demokratie fördern, ja sogar beflügeln kann. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zunächst gilt es zu schauen, welche Kompetenzen wir denn brauchen, damit uns das köstliche Gericht der Demokratie gelingt – und hiermit willkommen im Beeple-Kochstudio. Man nehme ein großes Stück Sozialkompetenz, teile dies in Konfliktmanagement, Selbstwirksamkeit und Kooperations- sowie Kommunikationsfähigkeit. Da sich demokratische Systeme stets durch Gleichachtung und Wertschätzung auszeichnen, schmecken wir diesen Brocken noch mit Toleranz und Gleichheit ab. Denn: Am Spieltisch sind, je nach gewähltem Spiel, alle Spieler*innen gleich. Spielen ist auch immer ein In-Kontakt-bleiben, eine Interaktion, in der es gilt, den bitteren Beigeschmack der Frustration auszuhalten, ja, gar auch mal zu unterliegen. </span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Wie gehen wir mit Niederlagen um?</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Und hier kommen wir zu einer Geheimzutat, die das Spielen und etwaige zunächst negativ konnotierte Themenbereiche entkräften kann. Stichwort: Fehlerkultur. Wie gehen wir mit unseren Niederlagen um? Gehen wir in die Emotion und verlieren uns in heillosem Durcheinander? Das macht das Gericht sauer, das wollen wir nicht. Oder ist jemand anderes schuld an der persönlichen spielerischen Schlappe? Wohl kaum, denn auch Schuldzuweisungen verderben das Gericht. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Viel spannender (und zuweilen konstruktiver) kann hier eine Analyse sein, ein „Was wäre, wenn …“. Eine gemeinsame Evaluierung der Spielzüge in einer harmonischen Melange eines Wir-Gefühls, das am Spieltisch entsteht. Eine Immersion der Zusammengehörigkeit, die unser soziales Wesen auf mehreren Ebenen anspricht. Und nicht zuletzt auch die Tatsache, einfach einen schönen Abend mit netten Menschen verbracht zu haben. Und das Spiel spricht dabei sämtliche Bereiche an: Ich bin selbstwirksam, wenn ich eigene Entscheidungen im Spiel treffen kann. Ich kommuniziere mit meinen Mitmenschen auf verschiedenste Art und Weise. Das Spektrum geht hier vom (un-)sinnigsten Trashtalk bis hin zu höchst anspruchsvollen Regeldiskussionen. Das schmeckt nicht nur dem Sozialwesen, sondern auch der Frucht der Personalkompetenz. Was da für Hormone ausgeschüttet werden – je nachdem, ob man gewinnt oder verliert: Adrenalin (beim Nervenkitzel und Mitfiebern), Dopamin und/oder Serotonin (beim Gewinnen oder anderen positiven Ereignissen) sorgen nicht nur für eine Achterbahnfahrt der Gefühle, Serotonin wirkt auch entspannend und motivierend. Und das alles im geschützten Rahmen des Spiels. Das alles in einer Runde, in der Einigkeit herrscht über das, was auf dem Tisch passiert. Und so manches Mal, wenn einem eine Regel nicht schmeckt, wird gemeinsam eine Hausregel entworfen. Ganz partizipativ. Miteinander. Um den Spielspaß zu erhalten. Das alles ist Demokratie, das alles sind Kompetenzen, die „mal eben so“ an den Spieltischen dieser Welt gefördert und gefordert werden. </span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Geschichte verstehen</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Und dann gibt es noch diese Spiele, die Sachkompetenzen vermitteln. Spiele wie Dindex, Weimar oder Friedrich Ebert, die ihren Fokus auf historische Ereignisse und/oder demokratische Prozesse und die Förderung politisch-analytischer Kompetenzen legen. Die klar aufzeigen, was passieren kann. Was bereits passiert ist. Und was wir dafür/dagegen tun können. Somit lernen wir. Wieder. In einem geschützten Rahmen. Wir nehmen Positionen ein, um zu verstehen, wir agieren anders, als wir es im Alltag tun würden. Um zu verstehen. Und all dies wieder – in einem geschützten Rahmen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Spiel gilt zurecht als immaterielles Kulturerbe, schafft es doch unter anderem, die Menschen auf unterschiedlichen Ebenen zu verbinden. Und nicht zuletzt, und damit kommen wir langsam zur Quintessenz dieser Kolumne, ist da, wo Menschen spielen, ein (zumeist) friedliches Miteinander. Unsere Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Darum ist es wichtig, diese bunten Schachteln mit dem bedruckten Papier und den Holzklötzchen auch weiterhin zur Förderung demokratischer Prozesse zu nutzen. Dann schmeckt auch die Zukunft. Wieder. Guten Appetit. </span></p>
<p style="text-align: right;"><em>– Jan-Dirk Steffens, <a href="https://allesaussertoplisten.de" target="_blank" rel="noopener">Alles außer Toplisten</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Parallelwelt Essen</title>
		<link>https://www.beeple.de/letztens-die-beeple-kolumne-parallelwelt-essen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Niemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beeple Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<div id="attachment_22757" style="width: 160px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22757" class="wp-image-22757 size-thumbnail" src="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2025/07/Stephan_Zerlik-rund-150x150.jpg" alt="Stephan Zerlik" width="150" height="150" srcset="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2025/07/Stephan_Zerlik-rund-150x150.jpg 150w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2025/07/Stephan_Zerlik-rund-300x300.jpg 300w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2025/07/Stephan_Zerlik-rund-768x768.jpg 768w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2025/07/Stephan_Zerlik-rund.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-22757" class="wp-caption-text">Stephan Zerlik</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Letztens war ich unterwegs. Das Ziel: die Weltstadt Essen! Ende Oktober ist Essen <em>the place to be!</em> 220.000 Besucher strömten dort zur großen Leitmesse – zur Huldigung des Brettspiels – zur Jagd nach seltenen Schätzen. Zur SPIEL 2025.</span><span id="more-23313"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Liebe Leser*innen, ihr wart mit ziemlicher Sicherheit selbst auf der Messe oder zumindest in einem der vergangenen Jahre. Was könnte ich euch also noch berichten? Natürlich schwimme ich im Strom der Masse – aber eben auch nicht ganz. Als Content Creator für Podcast und YouTube-Kanal sowie als Autor und Layouter der spielbox verschiebt sich mein Fokus etwas.</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Dienstag – T minus 2 Tage</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Der erste Messetag ist klassischerweise ein Donnerstag. Doch für mich beginnt die Parallelwelt SPIEL bereits am Dienstag – mit einem Interview der Messeleitung. In die Hallen geht es zu diesem Zeitpunkt nicht: Während des Aufbaus gilt das Gelände als Baustelle. </span><span style="font-weight: 400;">Nach rund zwei Stunden Videoproduktion samt Veröffentlichung werde ich also wieder zurück in die Realität geschickt – und treffe Freunde im Ruhrgebiet. Die Ruhe vor dem Sturm.</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Mittwoch – T minus 1 Tag</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Heute stehen die Pressekonferenz und die Neuheitenschau für Pressevertreter an. In unserer Szene – der Brettspielszene – machen hobbybasierte Blogs wie meine eigenen den Großteil des Fachjournalismus aus. Wir sind also das Sprachrohr zu den Spieler*innen, zur Basis!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Große Medien wie Rundfunk und auflagestarke Printprodukte tragen an diesem Pressetag die Kunde des Brettspiels in die Welt hinaus und versuchen, Wenig- und Nichtspieler mit dem (für sie exotischen) Hobby „Brettspiele spielen“ in Kontakt zu bringen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mein Fokus liegt an diesem Tag – wie bei den meisten – neben der aktuellen Berichterstattung – auf dem Wiedersehen. Mehrere Hundert Personen tummeln sich im gut vernetzten Content-Creator-Bereich. Man freut sich über jedes Wiedersehen, oft das erste seit einem Jahr. </span><span style="font-weight: 400;">Gespräche über die Spieleszene, aber auch über Persönliches, bestimmen diesen Tag.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Spiele sind zwar da – sie stehen aber noch nicht im Mittelpunkt. Denn, wie wir alle wissen: Ohne Mitspieler kann in der Regel kein Spiel bestehen. Ohne Mitspieler gibt es kein Spielerlebnis. Erst durch sie erleben wir Mechaniken, Themen und Grafiken – erst sie verwandeln die Theorie in Realität.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einen großen Teil der Menschen, mit denen ich diese Erlebnisse teile, treffe ich an diesem Neuheiten-Mittwoch.</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Donnerstag – T minus 0 Tage</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die SPIEL öffnet ihre Pforten. All die Mühen, um in das Innere der Messehallen zu gelangen, die Messebesucher erleben, treffen auch die Medienschaffenden: Verkehrschaos, Regen, Warteschlangen am Einlass. Zugegeben – die Fachpresse darf die Messe über gesonderte Eingänge rund 30 Minuten früher betreten. Dieser „Vorteil“ ist allerdings nötig, um pünktlich zum ersten Termin zu erscheinen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jetzt geht es um Spiele, Spiele, Spiele. Gemeinsam mit meiner Videoteam-Partnerin treffe ich mich mit Verlagsvertretern – von Pressesprechern großer Player bis hin zu Einzelkämpfern kleiner Verlage. </span><span style="font-weight: 400;">Mir werden Neuheiten präsentiert, ich erfahre in Interviews und Gesprächen Neuigkeiten aus der Szene – oder oft beides.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt auch exklusive Verlags-Events, bei denen man abseits des Messetrubels etwas Luft holen, Autor*innen treffen und spannende Einblicke hinter die Kulissen gewinnen kann.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Donnerstag endet meist – wie auch in diesem Jahr – mit einer Standparty. „Party“ ist dabei ein starkes Wort: Vielmehr kommt man mit den Menschen, die man ohnehin den ganzen Tag gesehen hat, noch einmal zusammen, führt Gespräche, die über Smalltalk hinausgehen, und findet bei einer nicht übermäßig glamourösen Mahlzeit den dringend nötigen Energieausgleich.</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Freitag bis Sonntag</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch am Freitag gibt es Termine, Gespräche, Neuheiten. Doch die Rate zufälliger Begegnungen mit denselben lieben Menschen aus der Bubble wird spürbar geringer. Erste Geheimtipps machen die Runde – Spiele, die man sich nun gezielt anschaut. Der Faktor der Berichterstattung tritt allmählich in den Hintergrund. </span><span style="font-weight: 400;">Immer stärker nähern sich die Realitäten von Medienschaffenden und Besucher*innen an.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Laufe des Samstags habe ich bereits über ein Dutzend Videos produziert. Inhalte müssen sortiert werden. Zufallsbegegnungen werden nun forciert – man versucht gezielt, bestimmte Menschen für eine Nachfrage oder ein kurzes Interview zu erwischen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Hammer fällt am Sonntag – dieses Jahr nicht erst zum Messeschluss, sondern schon zwei Stunden vorher. Es bleibt das Gefühl, dass man von den Messehallen gar nicht so viel gesehen hat. Aber die Menschen bleiben im Kopf.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Brettspielszene ist herzlich. Das „Du“ in der Szene ist nicht nur Floskel, sondern gelebte Realität. </span><span style="font-weight: 400;">Spiele machen Spaß – doch nach jeder Messe merke ich erneut: Es geht nicht nur um die Spiele. Es geht um die Menschen, die sie möglich machen. </span><span style="font-weight: 400;">Darum, denen, die nicht auf der Messe sein konnten, Erlebnisse greifbar zu machen. </span><span style="font-weight: 400;">Darum, die richtigen Spiele ans Herz zu legen, an Herausforderungen zu wachsen – und am Spieletisch jede*n mitzunehmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber auch darum, Neulinge einzuladen und nach der Messe die frohe Botschaft zu verkünden: </span><span style="font-weight: 400;">Ja – die Menschen sammeln sich am Spieltisch! Der Mensch spielt gerne! </span><span style="font-weight: 400;">Denn: Beim Spiel sind wir alle gleich.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Viel Spaß beim Spielen!</span></p>
<p style="text-align: right;"><em><span style="font-weight: 400;">– Stephan Zerlik, <a href="http://spiel-doch-mal.com" target="_blank" rel="noopener">spiel-doch-mal.com</a> / <a href="https://spielkulturerbe.buzzsprout.com" target="_blank" rel="noopener">Podcast Spielkulturerbe</a> / Autor &amp; Layout <a href="https://www.spielbox.de" target="_blank" rel="noopener">spielbox</a></span></em></p>
<p><br style="font-weight: 400;" /><br style="font-weight: 400;" /></p>

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		<title>LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Und es hat Zoom gemacht!</title>
		<link>https://www.beeple.de/letztens-die-beeple-kolumne-und-es-hat-zoom-gemacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Niemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2025 06:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beeple Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Und es hat Zoom gemacht! Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Tage werden kürzer und in NRW stehen im Oktober die Herbstferien an. Noch sind mir die egal, da bei uns erst die KiTa angesagt ist, aber dennoch sind für uns Spielende die NRW-Ferien interessant. Denn nichts weniger als unsere allseits geliebte SPIEL&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_22130-2" style="width: 160px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22130-2" class="wp-image-22130 size-thumbnail" src="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/12/Dominik-Zoellner_rund-150x150.jpg" alt="Dominik Zöllner" width="150" height="150" srcset="https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/12/Dominik-Zoellner_rund-150x150.jpg 150w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/12/Dominik-Zoellner_rund-300x300.jpg 300w, https://www.beeple.de/wp-content/uploads/2024/12/Dominik-Zoellner_rund.jpg 359w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-22130-2" class="wp-caption-text">Dominik Zöllner</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Und es hat Zoom gemacht!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Tage werden kürzer und in NRW stehen im Oktober die Herbstferien an. Noch sind mir die egal, da bei uns erst die KiTa angesagt ist, aber dennoch sind für uns Spielende die NRW-Ferien interessant. Denn nichts weniger als unsere allseits geliebte SPIEL findet in diesem Zeitraum statt. So steigt ganz langsam überall die Vorfreude; die ersten Listen erscheinen, die BGG-Preview möchte gepflegt werden (zumindest mache ich es), wir von Beeple haben unser Messeradio gestartet, und die Verlage sind schon voll dabei, ihre Neuheiten der Presse auf diversen Veranstaltungen vorzustellen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Eine oder der Andere sind zudem dabei, Platz für neues zu schaffen, was man an den vermehrten Verkaufsangeboten auf diversen Plattformen merkt. Hier musste ich leider in den letzten Monaten feststellen, dass hier wohl eine merkliche Sättigung herrscht, da ich nur sehr müßig etwas verkauft bekomme. Aber das ist ein anderes Thema. Zurück zu diesem.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Plötzlich komm das, was man nie gebrauchen, kann dazwischen. Ausgerechnet jetzt, wo wir die Tage bis zum 22. bzw. 23. Oktober abzählen, eine Strichliste führen oder wie auch immer. Du wirst krank. Ich rede hier jetzt nicht von einer nervigen Erkältung, sondern so richtig. Das, was dich richtig raushaut. Der OP-Termin für dein Knie, auf das du schon ewig wartest, wird plötzlich auf kurz vor die Messe verschoben. Deine sich lange zurückhaltende Erkrankung meint genau jetzt wieder mehr Aufmerksamkeit erhalten zu müssen – oder was auch immer. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt leider zu viele von diesen Dingen, die dazwischengeraten können. Und dann? Tja, hoffen und bangen, dass es doch gut ausgeht. Ich wünsche daher allen, die derzeit dieses Schicksal trifft, alles Gute und eine schnelle Genesung! Mögen wir uns in Essen gesund und munter sehen. Aber natürlich gelten die Wünsche auch für alle anderen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber wie komme ich jetzt überhaupt auf dieses Thema? Ohne was Genaues zu sagen beschreibe ich es mal so: Innerhalb von weniger Tagen bzw. keinen zwei Wochen sind in meinem Bekanntenkreis mehrere Personen leider hiervon betroffen gewesen. Alles Leute aus unserem Hobby, die schon voller Vorfreude sind, und dann hörst du sowas. Das hat mich dann doch zum Grübeln gebracht. Aber auch wieder einmal dazu mich zu erden, dass nichts selbstverständlich ist und ganz schnell anders sein kann. Aber jetzt nicht im Trübsal versinken, sondern zurück an den Spieltisch!</span></p>
<p style="text-align: right;"><em><span style="font-weight: 400;">Dominik Zöllner, <a href="http://www.brettspielgalaxie.de" target="_blank" rel="noopener">www.brettspielgalaxie.de</a></span></em></p>
<p><br style="font-weight: 400;" /><br style="font-weight: 400;" /></p>
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